Bürgermeisterin Gabi Coutandin will die Bürgerinnen und Bürger von Babenhausen beim Einlegen von Widersprüchen gegen den neuen Google-Dienst „Street-View“ unterstützen. Google plant auch in Deutschland die Veröffentlichung von Bildern und Daten über Häuser, Gärten, Wohnungen und ganze Straßenzüge. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hatte in diesem Zusammenhang dafür geworben, dass Städte und Gemeinden Widerspruchslisten auslegen, um den Bürgern Widerspruchsmöglichkeiten zu erleichtern.
„Jeder Mensch hat das Recht, selbst über die Verwendung seiner Daten zu entscheiden. Privates soll auch privat bleiben können. Google hat sich mittlerweile verpflichtet, die betreffenden Daten und Bilder unkenntlich zu machen, wenn Einspruch erhoben wurde. Auch Bürgerinnen und Bürger ohne Internet-Anschluss können selbstverständlich Widerspruch einlegen – auch dann noch, wenn die Freischaltung erfolgt ist,“ so Coutandin. „Das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz ist in Deutschland ein hohes Gut, das es zu schützen gilt“. Bilder vom Wohnumfeld hätten auf dem weltweiten Marktplatz des Internet nichts zu suchen.
Ab Freitag, 7. Mai liegen Widerspruchslisten im i-Punkt aus, und auf der Startseite der Stadt Babenhausen im Internet steht der Widerspruchsbogen ebenfalls abrufbereit.
Weitere Informationen findet man im Verbraucherschutzministerium.